Mit oder ohne Cookies? Die Debatte in Zusammenfassung

“Diese Website speichert Cookies auf Ihrem Computer. Diese Cookies werden verwendet, um Informationen darüber zu sammeln, wie Sie mit unserer Website interagieren.” – Akzeptieren oder ablehnen? Was sind diese geheimnisvollen Cookies eigentlich und warum sind sie in der Cookieless Future immer noch so wichtig? Dieser Blogbeitrag soll Dir ohne viele komplizierte Worte erklären, worauf es wirklich ankommt und helfen, einen Überblick zu bekommen.

1. Tracking mit Cookies

Tracking Cookies dienen dazu, Informationen über die Nutzer einer Website zu sammeln. Per Definition sind Cookies, also kleine Textdateien, die auf den Endgeräten clientseitig gespeichert werden und das Verhalten beim Surfen im Internet beobachten.

1.1. Welche Sorten gibt es?

Es gibt verschiedene Sorten von Cookies. Zu diesen gehören die erforderlichen und funktionalen sowie Performance- und Marketing-Cookies.

1. Unbedingt erforderliche Cookies

First-Party-Cookies – Sie sind notwendig für die Funktion einer Webseite und werden nur vom Betreiber gespeichert und eingesetzt. Sie werden unter der gleichen Domain gespeichert wie die besuchte Domain. Diese Cookies können nicht deaktiviert und müssen auch im Vorhinein nicht akzeptiert werden.

2. Funktionale Cookies

Personalisierte Funktionen wie die bestimmte Sprachauswahl auf einer Internetseite werden durch funktionale Cookies gespeichert. Diese einwilligungspflichtigen Cookies speichern alle Informationen anonymisiert und stellen dennoch verbesserte und personalisierte Funktionen für die Nutzer bereit.

3. Performance Cookies

Wie der Name schon sagt, speichern die Performance-Cookies Informationen darüber, wie gut die Webseite performt. Zu diesen gehören Daten, welche die Dauer und Häufigkeit der Nutzung betreffen, sowie der Reihenfolge der besuchten Unterseiten. Auch die Suchbegriffe, Klicks, Land & Region gehören dazu.
Mit diesen Informationen können die Betreiber auf individuelle Nutzerbedürfnisse eingehen, obwohl keine Rückverfolgung möglich ist, da die IP-Adresse nicht gespeichert wird.

4. Marketing-Cookies

Bei dieser Art von Cookies geht es darum, Daten über die vom Nutzer besuchten Internetseiten zu sammeln. Mithilfe von den sogenannten Third-Party-Cookies können Werbeanzeigen auf die Interessen und Bedürfnisse der Betrachter abgestimmt werden. Bevor dies geschieht, ist allerdings eine Einwilligung unumgänglich, die man jedoch jederzeit widerrufen kann.

1.2. Die Sache mit der Privatsphäre...

Es gibt verschiedene Sorten von Cookies. Zu diesen gehören die erforderlichen und funktionalen sowie Performance- und Marketing-Cookies.

2. Cookiegeddon* - Tracking ohne Cookies

*Der Untergang des Cookie-Zeitalters hat begonnen und die Maßnahmen im digitalen Marketing müssen neu gedacht werden.

Aus dem Grund des Datenschutzes wurde der Einsatz der verschiedenen Cookies stark eingeschränkt. Was hat die Cookieless Future für eine Bedeutung im Marketing?
Entwarnung – Es gibt bereits Alternativen für das Conversion-Tracking ohne den Einsatz von Cookies.

2.1. Wie funktioniert das neue Tracking?

Im Rahmen der Privatsphäre von Nutzern stehen bei der Verwendung verschiedenster Methoden Fragen im Vordergrund, die sich damit beschäftigen, welche Daten wo verarbeitet werden. Daher wird das Tracking ohne Cookies auch nicht mehr clientseitig vollzogen, sondern serverseitig. Das bedeutet, dass das Tracking über einen Internetserver läuft und bestenfalls keine personenbezogenen Daten erhebt. Die häufigsten Methoden sind Device-Fingerprint-Tracking, Kohorten-Targeting, User-ID-Tracking und ID-Graph-Tracking.

2.2. Warum überhaupt ohne Cookies?

Damit die Einwilligungspflicht wirklich entfallen kann und die Interessen des Nutzers noch immer im Vordergrund stehen, ist die Gesetzgebung zu beachten.

TTDSG:

Das Telekommunikation-Telemedien-Datenschutz-Gesetz trat Ende 2021 in Kraft. Es soll auch während der Verarbeitung von personenbezogenen Daten den Datenschutz und den Schutz der Privatsphäre in der elektronischen Kommunikation sicherstellen.
Neben den Themen des Fernmeldegeheimnisses, der Abhörverbote und den Rechten der Erben des Endnutzers wird dort auch der Umgang mit Cookies geregelt. Genau deswegen ist grundsätzlich die Einwilligung der User für jede Art von Cookies notwendig. Zusätzlich kann die Einwilligung nach der DSGVO notwendig sein.

DSGVO:

Die Datenschutz-Grundverordnung gilt seit 2018 und regelt den Umgang mit personenbezogenen Daten durch private Unternehmen und öffentliche Stellen.
Durch die gesamte Verordnung zieht sich der Grundsatz der Transparenz bei der Verarbeitung von Daten wie ein roter Faden. Hinzu kommen noch zahlreiche andere Aspekte, wie unter anderem die Datenminimierung, deren Richtigkeit und die Speicherbegrenzung.
Die DSGVO schließt also zum Beispiel Mouse-Recording und Session-Recording komplett aus, ebenso wie das Aufzeichnen kompletter User-Sessions. Auch die Re-Identifikation darf nicht stattfinden und muss vermieden werden.

2.3. Personalisieren ohne Cookies

Kann man auch ohne Cookies personalisierte Inhalte ausspiele? Die Antwort ist: Ja, allerdings wird es nicht einfacher. Im Kohorten-Tracking zum Beispiel, wie Facebook bzw. Meta es durchführt, werden Personen aufgrund ihrer eingetragenen Interessen in sehr spezifische Gruppen eingeteilt. Allerdings benötigt man dafür bereits große Datenmengen der eigenen Kunden, denn ohne diese ist es kaum noch möglich, Personalisierungen vorzunehmen.

2.4. FloC - Die Alternative von Google

Personalisierte Werbung bei Google? Der Internetgigant schafft die Tracking-Cookies ab und hat sich dafür ein neues System, das “Federated Learning of Cohorts” heißt, ausgedacht. Dafür richtet Google verschiedene Kohorten auf dem Endgerät des Nutzers ein, die spezifisch für die verschiedenen Interessen der User sind. Der Browser Google Chrome kann verschiedensten Webseiten dann Auskunft über diese Informationen geben. So wäre für Dritte nicht mehr nachvollziehbar, welche Person bestimmte Webseiten nutzte. Google stellt sich somit im Konkurrenzkampf in eine zentrale Position, da unter anderem die Mehrzahl der Internetnutzer diesen Browser verwendet.

3. Tracking-Einwilligung vs. Cookies akzeptieren

Der Nutzer muss das Tracking zunächst akzeptieren, wenn das verwendete Analyse-Tool Daten an Dritte, also zum Beispiel an externe Analysedienste weitergibt. Auch wenn die Daten der User eines Endgeräts mit anderen Geräten, Websites oder Kunden zusammengefügt werden, muss der Verarbeitung der Daten zuvor zugestimmt werden. Wenn Cookies nicht technisch notwendig sind, müssen diese ebenfalls eine Einwilligung durch den Nutzer erhalten, da Unternehmen personenbezogene Informationen nutzen und speichern.

4. Fazit

Ob mit oder ohne Cookies – Die Cookieless Future steht vor der Tür. Das Messen jeglicher Nutzerhandlungen wird immer mehr zur Herausforderung. Besonders für Marketer ist das beschwerlich, denn zielgruppenspezifische Daten sind für gute Marketingmaßnahmen unverzichtbar. Noch können Cookies bei klarer Einwilligung und Transparenz der Verwendung verwendet werden. Wenn die E-Privacy-Verordnung der europäischen Gesetzgeber die letzte Runde der Rechtsetzungsverfahren durchlaufen hat und danach in Kraft tritt, könnte sich das jedoch wieder ändern. Denn dann werden die Vertraulichkeit der Kommunikation, die Verarbeitung derer Daten sowie das Speichern und Auslesen von Informationen verschiedener Endgeräte neu geregelt. Wir stehen als Ansprechpartner gerne zur Verfügung – denn gutes Marketing ist für uns auch immer eine Frage der Nutzerfreundlichkeit!

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